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#salamigate - Wenn das Influencer-Marketing nach hinten losgeht

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Influencer-Marketing: Fehler vermeiden

Wenn Sie schon häufiger unseren Blog gelesen haben, wird Ihnen der Begriff „Influencer“ sicher bekannt vorkommen. Sollten Sie erstmaliger Besucher sein (in diesem Sinne herzlich Willkommen!), Sie nichts mit diesem Begriff anfangen können und dabei eher an eine Grippe denken, dann wollen wir zunächst ein bisschen Licht ins Dunkle bringen.

Influencer sind vor allem auf der sozialen Plattform Instagram anzutreffen und bringen meist eine große Menge an Followern mit. Unternehmen sehen in Influencern eine gute Möglichkeit, Ihre Produkte zu präsentieren und an den Mann zu bringen und zahlen dafür mittlerweile auch durchaus relevante Beträge. Doch nicht jedes Unternehmen weiß, wie man den richtigen Influencer für sein Unternehmen findet oder wie man sein Produkt auf der Plattform am besten bewerben lässt.

Beim Influencer-Marketing kann so einiges schieflaufen und wenn das passiert, dann meist unter dem Gespött der Nutzer. In diesem Blogeintrag wollen wir Ihnen anhand von Beispielen zeigen, wie es aussehen kann, wenn die Auswahl der Influencer nicht ganz so gut durchdacht ist.

Wie man es nicht macht

Für das jüngste Beispiel in der Kategorie „Produkte, die den falschen Influencer gefunden haben“ sorgte die Instagrammerin Donna Adrienne, welche eine Kooperation mit Bifi einging. Um die „Runde Salami“ so richtig in Szene zu setzen, entschied sie, sich mit mehreren Bifis und einem Bifi-farbenen Radio in einem Bad abzulichten. Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

https://www.instagram.com/p/BfL1j84nK99/?taken-by=donnaxadrienne

Eine ungewöhnliche Platzierung – wie auch einige andere Nutzer fanden, denn der Spott ließ nicht lange auf sich warten und der Hashtag #salamigate trendete kurzzeitig:

https://twitter.com/vierzueinser/status/963910351833194498

Doch nicht nur Bifi fehlte das Feingefühl bei der Influencer Auswahl. Auch Coral wollte anscheinend unbedingt auf den Influencer-Zug aufspringen und machte sich dabei wenige Gedanken darüber, wer am besten für das Waschmittel Werbung machen könnte. Daraus entstanden Posts von Influencern mit Waschmittel in der Hand, die zwar nicht in der Badewanne posierten, aber dafür an für diese Produktkategorie eher abstrusen Orten wie Treppen oder im Bett.

https://www.instagram.com/p/BWXPndIlQhn/?utm_source=ig_embed

https://www.instagram.com/p/BWUgZ-Wh1Pv/?utm_source=ig_embed

Ein weiteres Beispiel für schlechte Influencer-Auswahl ist das Spiel „Schlag den Star“. Für eine bezahlte Partnerschaft entschied man sich hierbei für die „Fashion & Lifestyle“ Instagrammerin Doro, die mit ihren fast 120.000 Followern eine große Gefolgschaft mit sich bringt. Heraus kam dabei das hier:

Quelle: Perlen des Influencer-Marketing; Autor: Doro

Auf den kurzen ersten Blick scheint alles normal, doch nach etwas genaueren Betrachten zeigt sich, dass die PS4 weder an Strom noch an Monitor angeschlossen ist. Zudem handelt es sich bei dem Monitor um einen Mac, an den man die PS4 sowieso nicht so leicht einstöpseln kann. Und den Screenshot findet man nach einer kurzen Google-Suche nach „Schlag den Star“ als zweites Ergebnis. Die Werbung scheint zu wirken, so heißt es doch in den Kommentaren „Das Oberteil ist voll cool.“…

Den Vogel (und das im wahrsten Sinne des Wortes) schießt jedoch der Instagrammer valhery ab, aber nicht mit einem Gewehr, sondern mit einem Föhn. Valhery ging eine bezahlte Partnerschaft mit dyson ein und machte Werbung für einen Föhn. Dafür ließ er sich in einer – zumindest für eine Föhnwerbung – ziemlich ungewöhnlichen Location mit ungewöhnlichen Nebendarstellern ablichten.

Quelle: Instagram; Autor: Valhery

Lernen Sie aus den Fehlern anderer

Nach all den schlechten Beispielen stellen Sie sich vielleicht die Frage: Warum das Ganze? Soll ich für mein Produkt/Unternehmen doch lieber auf Influencer-Marketing verzichten? Die Antwort hierauf ist ganz klar: Nein! Influencer-Marketing kann sehr effektiv sein, wie wir auch schon in unserem Blogeintrag über Micro-Influencer gezeigt haben. Doch für erfolgreiches Influencer-Marketing dürfen Sie nicht einfach irgendeinen Influencer auswählen, der viele Follower hat. Wichtig hierbei ist Authentizität, man muss dem Influencer abkaufen, dass er das Produkt auch selber benutzen würde.

Beim Influencer Marketing gilt: Nicht alles was glänzt, ist Gold. Prüfen Sie erst das digitale Umfeld der Influencer und legen Sie Wert auf eine passende Einbindung des Produkts in die Kommunikation des Influencers mit seiner Community.

So können Sie verhindern, dass Ihre Produktplatzierung als nächstes Beispiel für verunglücktes Influencer-Marketing herhalten muss.

Achja, ein Beispiel haben wir noch: Was denken Sie? Für welches Produkt wird hier wohl geworben?

Quelle: Perlen des Influencer-Marketing; Autor: cinderelly

Genau richtig: Ausbildungsplätze in der Finanzberatung. Ist doch leicht zu erkennen.

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