Rückblick auf die erste AIxIA-Konferenz in Karlsruhe

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Künstliche Intelligenz ist eine der spannendsten Technologien unserer Zeit. Da die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von KI-Technologien zunehmend unser Leben beeinflussen, sind ethische Fragen nach den technischen Möglichkeiten und der zulässigen Praktikabilität vor allem in Europa Gegenstand vieler Diskussionen. Was können wir mit künstlicher Intelligenz erreichen? Und: Was ist ethisch vertretbar? Das sind zwei Fragen, die einen guten Rahmen für die Inhalte der Diskussionen auf der AIxIA-Konferenz bilden.

Anfang Oktober trafen sich die europäischen KI-Experten im schönen ZKM - Zentrum für Kunst und Medien - in Karlsruhe zur ersten deutsch-französischen Konferenz über Künstliche Intelligenz mit dem Thema "Let's get real about AI"

Deutsche und französische Politiker und Unternehmer sprachen über die aktuellen KI-Projekte in verschiedenen Unternehmen und wie europäische Unternehmen, Staaten und Start-ups besser zusammenarbeiten können. Der Grundtenor: Wir müssen mehr tun, um nicht den Anschluss an die fortschrittlichsten Akteure der Welt zu verlieren.

Anwendung der europäischen DNA auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz

China, USA und Europa: Drei Schlüsselakteure im starken Wettbewerb um Marktanteile, Innovationen und die klügsten Köpfe im wettbewerbsintensiven Markt für Machine Learning, Natural Language Processing und Artificial Intelligence. Die Anwendungsbereiche für die unterschiedlichsten Branchen, darunter Logistik, Medizin, Marketing und autonomes Fahren, entwickeln sich rasant. 

In der ersten Keynote der Veranstaltung plädiert Jean-Louis Quéguiner, Head of AI, beim französischen Cloud-Anbieter OVH, für die Anwendung der europäischen DNA auf den Bereich der KI. Lokale Besonderheiten der europäischen Kulturen müssen berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollten Daten, Algorithmen und Forschung in Europa bleiben, damit die Entwicklung von KI nicht vollständig den finanzstarken Akteuren in den USA oder China überlassen bleibt. Oder wie Jean-Lois sagte: "Das Öl sollte in unseren Tanks bleiben".

Human Resources und KI: Der offene Kampf um Talente

Neben Algorithmen, Daten und Geschäftsmodellen befasst sich der globale KI-Markt vor allem auch mit dem War for Talents. Wir haben in unserem Blog bereits über die Bedeutung der Kombination von menschlichem Fachwissen und KI geschrieben. Europäische Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen müssen sicherstellen, dass kluge Köpfe nicht zu Unternehmen in den USA oder China wechseln. Es ist absolut notwendig, hier Anreize zu schaffen und Talente zu halten - das war der Tenor zur globalen Situation bei der Podiumsdiskussion auf der AIxIA-Bühne.

Linkfluence präsentiert Danone Case: KI-gestütze Trend-Detection

“Mit KI-gesteuerter Social Data Intelligence das nächste Superfood vorhersagen”: wie wir das bei Linkfluence erfolgreich umgesetzt haben, präsentierte Felix Scherrer, COO von Linkfluence Germany auf der AIxIA. Kurz zusammengefasst: In dem agilen Marktumfeld der Lebensmittelindustrie ist es eine zentrale Aufgabe, schnell verlässliche Konsumententrends vorherzusagen und den Wissensvorsprung dann zu nutzen. Zusammen mit Danone standen wir vor dieser Herausforderung. Unsere KI-gestützten Systeme analysierten die Stimmen der Konsumenten in Social Media weltweit. So haben wir die Trend-Ingredients 2020 identifiziert.

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Neue Geschäftsmodelle rund um die KI

Besonders spannend für mich auf der AIxIA-Konferenz waren die zahlreichen Präsentationen und Pitches verschiedener Startups, die bereits mit KI-Technologie, Natural Language Processing oder Machine Learning arbeiten. Zwei Beispiele:

UnderstandAI ist ein Start-up-Unternehmen aus Karlsruhe, das Unternehmen bei der Schulung ihrer Machine Learning Modelle für autonomes Fahren unterstützt. Tatsächlich ist immer noch ein unglaubliches Maß an menschlicher Handarbeit erforderlich, um Daten zu erstellen, die diese Modelle und Algorithmen trainieren. So werden beispielsweise unzählige Fotos von Straßenverkehrssituationen von Hand markiert. Was ist ein Auto, was ist ein Baum, was ist ein Gebäude? Auf diese Weise sollen autonom fahrende Autos in der Lage sein, andere Verkehrsteilnehmer richtig zu erkennen und entsprechend zu handeln. Fahrerassistenzsysteme sind bereits in vielen Fahrzeugen installiert, z.B. Spurassistent, Distanzkontrolle und Parkassistent. Bis der Fahrer sicher und autonom fahren kann, ist es jedoch noch ein langer Weg.

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Zana ist auch ein spannendes Unternehmen, das den medizinischen Bereich revolutionieren will. Eine App, ein Smartwatch-Wearable und ein intelligenter Voice Assistant sollen das Leben von Patienten und Ärzten einfacher und komfortabler machen. Ein Beispiel: Nach einer Operation oder einem Unfall können Patienten mit der Zana-App und dem Voice Assistant Standardfragen zum eigenen Wohlbefinden beantworten, die sonst vom Arzt persönlich gestellt würden. Die App mit dem Voice Assistant führt den Patienten durch diesen Fragenkatalog und protokolliert die Antworten. Ein tolles Projekt. Aber noch mehr als bei Fitness-Trackern ist die Frage des Datenschutzes immer mit neuen Technologien verbunden, insbesondere im medizinischen Bereich. So stellt sich schnell die Frage: Wo werden diese Daten gespeichert? Wer hat Zugriff auf die Daten? Nur der Arzt oder auch Ihre Krankenkasse? 

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Wir sind also wieder bei den großen ethischen Fragen, die uns immer wieder im Zusammenhang mit neuen disruptiven Technologien bewegen.

  • Was ist technisch möglich?
  • Und was ist ethisch vertretbar?

Ein Beispiel dafür: Wann werden die Vorteile der KI-Technologie die Bedenken des Datenschutzes übertreffen? Wie denkt ihr darüber?

Ich denke, dass AIxIA eine tolle Konferenz war, um Menschen, die täglich an KI arbeiten, zusammenzubringen und den grenzüberschreitenden Austausch zu diesem Thema zu erleichtern. Für mich war es eine sehr gute Möglichkeit, mich über die neuesten Diskussionen über KI und neue Geschäftsmodelle zu informieren. 

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